Prostatakrebs: Ein Wegweiser für Schleswig-Holstein
Mit der Diagnose "Prostatakrebs" verändert sich das Leben des betroffenen Mannes erheblich, - ebenso das seiner Angehörigen. Neben der Überwindung des ersten Schocks, ausgelöst durch die Feststellung der Erkrankung, muss man sich nun mit bisher unbekannten Begriffen wie z.B. Gleason-Score, T-Stadium usw. auseinandersetzen. Hinzu kommt die Entscheidungsfrage für eine Therapieform mit all ihren Zweifeln. Welcher ist der richtige Weg?
Aufklärung und umfassende Information ist in dieser Situation besonders wichtig. Denn nur wer über genügend Informationen verfügt, kann kompetent und eigenverantwortlich entscheiden, welche Behandlung eingesetzt wird. Die Unterstützung durch fachkundige Ärzte steht dabei an erster Stelle. Aber selbst wenn sich der behandelnde Arzt sehr viel Zeit für für jeden einzelnen neu erkrankten Mann nehmen könnte, blieben trotzdem anfangs viele Fragen offen.
Gespräche mit anderen Erkrankten können bei der Suche nach dem richtigen Weg eine große Hilfe sein, hierin sehen wir eine der wichtigsten Aufgaben für Selbsthilfegruppen. In einer Selbsthilfegruppe kann man
• offen über die Erkrankung Prostatakrebs sprechen
• sich über Diagnose- oder Therapiemöglichkeiten informieren
• Erfahrungen mit anderen austauschen
• psychische Unterstützung finden und Zuversicht zurückgewinnen
• sich selbst und anderen helfen, die Erkrankung besser zu bewältigen
Die Teilnehmer an unseren Gruppentreffen haben durch eigene Erfahrungen oder bei anderen Betroffenen viele verschiedene Therapieformen und Krankheitsverläufe miterlebt. Gute, aber auch weniger gute Erfahrungen werden in den Gesprächen ausgetauscht und bedeuten so für alle Beteiligten Hilfe zur Selbsthilfe.